Im Rosensteinquartier darf der Wohnungsbau nicht zur Disposition gestellt werden

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Gaßmann: Auch die CDU und OB Kuhn müssen an den 7.000 versprochen Wohnungen festhalten

Angesichts weiter stark steigendem Bedarf an Wohnungen und geringen Bauflächen zeigt sich der Mieterverein entsetzt über Äußerungen aus dem Stuttgarter Rathaus, vom festgelegten Wohnungsbauziel abzurücken. „Es war bislang Konsens, dass durch das Projekt Stuttgart 21 die Stuttgarter Parklandschaft um 20 Hektar Fläche wachsen soll und weitere 100 Hektar der ehemaligen Bahnfläche dem Wohnungsbau zukommen sollen. Wenn die CDU-Fraktion nun von diesem Konsens abrückt, so täuscht sie massiv die Unterstützer des Stuttgart- 21 Projekts“, erklärt hierzu Mietervereinschef Rolf Gaßmann und ergänzt: „Auch ich fühle mich jetzt belogen!“

Bereits heute fehlten in Stuttgart ca. 15.000 Wohnungen. Durch Arbeitszuwanderung (ohne Flüchtlinge) nehme der Wohnungsmangel jedes Jahr um weitere 2.000 Wohnungen zu und die Wohnungsbauunternehmen beklagen einstimmig den eklatanten Mangel an geeigneten Wohnbaugrundstücken. „Stuttgart braucht die versprochenen S-21-Flächen für mindestens 7.000 Wohnungen dringend“, so Gaßmann. Dazu müsse der Gemeinderat auch für die Bürgerbeteiligung die klare Vorgabe machen, dass 50 Prozent der neu zu bauenden Wohnungen durch staatliche Förderung im bezahlbaren Bereich entstehen solle. “Der Fall Tempelhof lehrt, dass Bürger dann ein Bauprojekt mehrheitlich ablehnen, wenn beim Wohnungsneubau keine klaren sozialen Ziele gesetzt werden“, mahnt der Mieterverein die Gemeinderäte. Es sei unredlich, immer über fehlende Wohnbauflächen zu klagen, im Ernstfall diese aber dann, wie auch beim Neckarpark, zur Disposition für andere Zwecke zu stellen.